Tradition hat einen Namen

Borussia

ENTTÄUSCHT, ABER WEITER ENTSCHLOSSEN

Der Tag danach: Das Unentschieden unglücklich verpasst, eine extrem spannende Tabellenkonstellation und ein weiterer verletzter Verteidiger – alles Wichtige zur 2:3-Niederlage der Fohlen gegen Inter Mailand.

Die Geschichte des Spiels

In der Anfangshase hatte die FohlenElf mehr Ballbesitz, die gefährlichere Mannschaft waren aber die Gäste. Eine schnelle Kombination schloss Matteo Darmian in der 17. Minute zum 1:0 für Inter ab. Borussia zeigte sich nur kurz geschockt und erarbeitete sich noch im Laufe des ersten Durchgangs ein klares Übergewicht. Der Lohn: Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang Alassane Plea das 1:1. „Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte phasenweise kontrollieren können. Mailand hatte zu Beginn mehr Zug zum Tor, irgendwann sind wir auch zielstrebiger geworden und haben verdient den Ausgleich erzielt“, sagte Trainer Marco Rose. Nach dem Wechsel schien es so, dass sein Team das Spiel im Griff hatte. Doch Inter-Torjäger Romelu Lukaku (64./72.) nutzte zwei Gegenangriffe, um den italienischen Vizemeister 3:1 in Front zu bringen. Borussia steckte nicht auf, schlug umgehend durch Plea (75.) zurück. Der Franzose sorgte wenige Minuten später für den vermeintlichen Ausgleich. Doch nach Eingriff des VAR schaute sich Schiedsrichter Danny Makkelie die Szene an und erkannte das Tor ab, weil Breel Embolo bei Pleas Schuss Inter-Keeper Handanovic im Abseits stehend die Sicht genommen haben soll – eine diskutable Entscheidung. „Breel steht nicht im Sichtfeld des Torhüters. Er springt hoch und behindert ihn nicht. Für mich ist es ein reguläres Tor“, sagte Rose. In der Schlussphase versuchte seine Mannschaft noch einmal alles, wurde für ihren starken kämpferischen Auftritt aber nicht mehr belohnt. „Ich bin sehr enttäuscht über das Ergebnis, aber nicht über die Leistung meiner Jungs. Sie haben es gegen ein europäisches Top-Team sehr mutig gemacht und sind trotz des 1:3-Rückstands noch einmal zurückgekommen. Leider hat es am Ende aber nicht zu einem Punkt gereicht“, sagte Rose.

Das Medienecho  

Kicker: „Borussia hat den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions League verpasst. Nach einem spektakulären Spiel unterlagen die Fohlen Inter Mailand zu Hause mit 2:3. Der vermeintliche Ausgleich wurde nach Einsatz des Videobeweises zurückgenommen.“

Rheinische Post:„Borussia hat gegen Inter Mailand das vorzeitige Weiterkommen in der Champions League verpasst. Nach dem 2:3 sind die Fohlen zwar weiter Erster ihrer Gruppe, müssen nächste Woche bei Real Madrid aber punkten, um auf Nummer sicher zu gehen.“

Spiegel online: „Wie im Hinspiel trifft Romelu Lukaku doppelt gegen Gladbach. Das reicht Inter Mailand zum Sieg - auch, weil der Borussia der Ausgleichstreffer nach Videobeweis aberkannt wird.“

Der Spieler des Spiels

Alassane Plea: Beinahe hätte Alassane Plea zu BVB-Angreifer Erling Haaland aufgeschlossen. Der Norweger führt die Torschützenliste der UEFA Champions League derzeit mit sechs Treffern an. Plea stockte sein Konto am gestrigen Abend auf fünf Tore auf. Kurz vor dem Wechsel köpfte er eine präzise Lazaro-Flanke zum zwischenzeitlichen 1:1 ein, in der 75. Minute brachte er die Fohlen nach einem feinen Zuspiel von Marcus Thuram mit einem platzierten Schuss ins lange Eck auf 2:3 heran. Und eigentlich hatte Plea kurz darauf seinen Dreierpack geschnürt und damit seinen sechsten Treffer im laufenden Wettbewerb erzielt, doch wie zuvor erwähnt, wurde der Treffer wegen einer Abseitsstellung von Embolo aberkannt. Dass der Angreifer nach der Partie beim Voting in der FohlenApp mit großer Mehrheit (79 Prozent) zum Spieler des Spiels gekürt wurde, dürfte für ihn nur ein schwacher Trost gewesen sein.

Die Tabellensituation

Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag der Königsklasse könnte kaum spannender sein: Aktuell führt die FohlenElf die Tabelle mit acht Punkten an, dahinter folgen Schachtar Donezk und Real Madrid mit jeweils sieben und Inter Mailand mit fünf Punkten. „Es ist eine ganz enge Kiste, alle vier Teams können noch weiterkommen“, unterstreicht Rose. Seiner Mannschaft würde im finalen Gruppenspiel am kommenden Mittwoch (21:00 Uhr) in Madrid ein Zähler reichen, um nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze verdrängt werden zu können. Im Falle einer Niederlage müsste sie im Parallelspiel zwischen Inter und Donezk auf ein Unentschieden hoffen. Doch Trainer Rose zeigte sich bereits gestern kurz nach dem Abpfiff entschlossen, dass seine Mannschaft den Achtelfinal-Einzug aus eigener Kraft schaffen wird: „Dass wir nach fünf Spieltagen noch die Chance aufs Weiterkommen haben, hätten uns vorher sicher nicht viele zugetraut. Wir sind trotz der Niederlage weiter voll dabei, fahren als Gruppenerster nach Madrid und müssen jetzt eben dort das Ding klar machen.“

Das Personal

Den Fohlen gehen allmählich die Innenverteidiger aus. Ramy Bensebaini fehlt derzeit, weil er positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Nico Elvedi erlitt zu Beginn der Woche im Training eine Muskelverletzung. Und gestern musste nun auch noch sein Vertreter Tony Jantschke zur Pause ausgewechselt werden. "Er hatte ein dickes Knie, wahrscheinlich ist ein Schleimbeutel betroffen", sagte Rose. Da Jordan Beyer wegen einer Corona-Erkrankung lange pausiert hatte, verzichtete Rose auf dessen Einwechslung. Stattdessen brachte er Denis Zakaria und stellte defensiv auf eine Dreierkette um. „Sonst hätte Denis komplettes Neuland betreten“, erklärte Rose.

Der Ausblick

Am Samstag (15:30 Uhr) steht für Borussia das Bundesligaspiel beim SC Freiburg an. Aber selbstverständlich richteten gestern nach dem Abpfiff zunächst alle ihren Fokus auf die darauffolgende Partie am kommenden Mittwoch (21:00 Uhr) bei Real Madrid. Am finalen Gruppen-Spieltag der Champions League wird sich entscheiden, ob Borussia als Erster oder Zweiter in die K-.o-Runde einzieht oder im nächsten Jahr als Gruppendritter in der UEFA Europa League weiterspielen wird. „Die Jungs haben sich gegen die großen Mannschaften bislang beachtlich geschlagen“, so Rose. „Wir werden auch in Madrid unsere Chance suchen. Jeder kennt die Qualität von Real, trotzdem haben wir dort ein Ziel – und das heißt Weiterkommen.“

Quelle: Borussia.de

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